Familientreffen Mössensee 2003
Familientreffen Mössensee 2003
Geplante Fahrt vom 30.6. - 7.7.
Teilnehmer:
Hilde Kiel, geb. 1914
Jürgen Clausen geb. 1951
Gundula Clausen geb. 1954
Jens Kramer geb. 1963
Nina Clausen geb. 1982
Juliane Clausen geb.1984
Alexander Clausen geb. 1986
Ziel (geographisches): der Zeltplatz C25 Am Mössensee (bei Fleether Mühle Nähe Mirow)
Vorbereitungen: eine Holzhütte mit drei Betten vorgebuchtMindestens eine Woche vor dem Termin stapelten sich in unserer Wohnung bzw. dem Büro, Schlafsäcke, Isomatten, Wasserdichtsäcke und Kisten und Kästen aller Art. Es wurde eingekauft, überlegt, organisiert und Land- und Wasserkarten wurden studiert.(hier gibt´s umfassende Information zum Paddeln mit dem Kanu auf der Mecklenburgischen Seenplatte)
Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, daß Hilli mit ihren 89 Jahren die ganze Zeit an jeder Paddeltour mit uns würde teilnehmen können, aber dann kam ich drauf, ein Boot für 4 Personen zu unserem eigenen dazuzumieten und Hilli einfach immer vorne als 'Gallionsfigur' und Ausguck mitfahren zu lassen.
Wir wollten zu der vorbestellten Holzhütte, die 4 Betten enthielt, noch 2 Zelte aufstellen, um die restlichen Personen unterzubringen. Soweit die Planung.Am Montag, den 30.7. fuhren wir hier in Kiel um 9:15h los, nachdem wir die beiden Autos bepackt hatten (der Anhänger, den wir zusätzlich gemietet hatten, war schon gepackt und stand über Nacht in unserem Lager unter Verschluß).
Auf dem brauchten wir, nachdem ich ihn schon sehr früh morgens aus dem ca. 4km entfernten Lager geholt hatte, nur noch Alexanders Fahrrad zu befestigen.Unsere Fahrt ging zunächst über die B404 bis zur Anschlußstelle der A24 (Hamburg - Berlin) und dann auf selbiger weiter bis Wittstock. Ab Wittstock fuhren wir auf sehr schönen Landstraßen die letzten 40 km am Südwestrand der Seenplatte entlang durch Wiesen, Wälder, Dörfer (Berlinchen, Sewekow, Buschhof, Schwarz und Starsow) und legten auch eine lange und erholsame Rast an einem Waldrand ein.
Die Strecke hatte ich schon kennengelernt, als ich des öfteren in Pasewalk kleinere Aufträge erledigte. Am frühen Nachmittag, um 15:15h, erreichten wir nach etwa 290km unseren Zeltplatz. Die Rezeption war geschlossen, in der für uns reservierten Hütte steckte der Schlüssel. Wir schauten uns um, wo wir die Zelte am besten aufbauen sollten.
Der Himmel war heiter, es waren etwa 20 °.Um mich von der Fahrt etwas zu erholen und die nähere Umgebung zu erkunden, nahm ich nach dem Auspacken ein Fahrrad und fuhr etwa 3km durch den Wald in Richtung Mirow und zurück.Es war eine himmlische Ruhe und herrliche Landschaft um mich herum. Ich erfreute mich an den Eindrücken von Bäumen, Vögeln, Kleingetier und dem Duft, dem Gemisch aus Kiefern, Sumpfpflanzen, Wiesenkräutern und Sand.
Zurück auf dem Platz, diskutierten wir die Idee von Jens, evtl. die 2. Hütte, die im Abstand von wenigen m von der 1. entfernt stand, auch noch zu mieten und dafür auf das Aufbauen von Zelten zu verzichten. Obwohl Nina noch nicht da war, sie sollte von Berlin aus zu uns stoßen, wo sie auf einer Tagung gewesen war, beschlossen wir, die Hütte zu nehmen, falls sie noch frei war, denn das Wetter schien wenig stabil zu sein, und da ist eine feste Hütte ein Vorteil.
Nachdem die Rezeption geöffnet hatte, meldeten wir uns an und bekamen tatsächlich die Hütte bei der Zusage unsererseits, sie am Abreisetag bis 9:00h geräumt zu haben. Wir mieteten ebenfalls ein Boot für 4 Personen und bekamen die Erlaubnis, es aus organisatorischen Gründen auf unserem Autodach transportieren zu dürfen.
Die Schlafplätze wurden verteilt, das Gepäck auf die verschiedenen Häuser und dann kam der Anruf von Nina, sie vom Bahnhof Neu-Strelitz abzuholen. Gundula und Jens holten sie ab und kauften unterwegs noch bei Lidl Mineralwasser etc., das wir nicht aus Kiel in großen Mengen mitschleppen wollten.
Die Nacht war ein wenig unruhig, außen mit Regen und Trappeln auf dem Dach verbunden, und innen mit Schnarchen und mehreren Klogängen. Gundula mußte mehrmals Hilli diesbezüglich unterstützen.Das Trappeln erwies sich nächsten Tag als von Eichhörnchen verursacht, es gab deren mehrere und sie waren sehr lebhaft und relativ zutraulich.