Solo-Kanutour auf der Unteren Havel

Warum die Untere Havel?

Mich reizte die Untere Havel aus verschiedenen Gründen: mein Tourenatlas TA5 weist das gesamte Havelgebiet als Flusslandschaft mit sehr natürlicher Umgebung aus, vor allem die letzten 80km. Die oberen 100 - 120km sind einzigartig wegen ihrer unendlichen Seen und seenartigen Erweiterungen der Havel, kombiniert mit Inseln, alten Fluss-Schleifen sowie Ton - und Torfstichen.

Abgehalten hatte mich bisher immer der Umstand, daß hier in der Nähe der Städte lebhafter Motorbootsverkehr herrscht. Das bedeutet evtl. größere Wellen, für die meine bisherigen Kanus nicht so gut geeignet waren. Mein neues Holzkanu habe ich jedoch sehr stabil (aber leicht) gebaut und es wird bei entsprechender Paddeltechnik mit allem fertig, was man selbst sich so zutraut.

Pausenplatz bei Hohengatow Lupe

Pausenplatz bei Hohengatow

Im Internet findet man bislang keine durchgehende Beschreibung der Unteren Havel als Kanugewässer, und es sind auch kaum Kanuvermieter vor Ort. Das kann bedeuten, daß wir es mit einer schwierigen Strecke zu tun haben oder daß die Region diesbezüglich einfach noch unterentwickelt ist. Der Berliner fährt sowieso lieber weiter weg und kennt daher die Schönheiten vor seiner Haustür eher weniger. Das sollte sich ändern, und daher teile ich hiermit mal meine Erfahrungen mit jenen, die das interessiert. Viel Spaß beim Lesen!