Die Schwaanhavel

Am Ende des Woblitzsees befindet sich die Stadt Wesenberg, von der jedoch vom Wasser aus im Sommer kaum etwas zu sehen ist, obwohl sie direkt am Wasser liegt.
Ich lasse mein Boot wieder in den Kanal gleiten, der zur Schleuse Wesenberg und dann zum Drewensee führt. Es handelt sich um den kanalisierte Verlauf der Havel, die man vor langer Zeit schiffbar gemacht und gehalten hat.

Schwaanhavel Lupe

Schwaanhavel

In der Schleuse bin ich nicht ganz allein: Ein Mann wartete schon mit seinem Enkel im Zweier, und von hinten schiebt sich ein kleines Motorboot herein, ein Paar mit zwei Kindern. Mit dem Mann komme ich ins Gespräch, und er empfiehlt mir, die "Schwaanhavel" zu fahren, einen Havelaltarm, anstatt weiter den schiffbaren begradigten Teil. Zum Glück entschließe ich mich dazu, und so lerne ich ein außergewöhnliches Gewässer kennen.

Die Einfahrt ist sehr schmal und die Bucht davor voller Seerosen. Das erste Stück ist extrem windungsreich, sehr verkrautet, jedoch mit phantastisch klarem Wasser mit vielen Fischen von 7 bis 45 cm.

Schwanhavel Lupe

Schwanhavel

Wieder bin ich in einer ganz anderen Welt. Ein wenig ist es wie im Spreewald, und es ist ein teilweise sehr schmaler Wasserlauf. Nur wenige Paddler sind unterwegs. Etliche Bäume liegen quer, ich schaffe es jedoch immer, einen schmalen Durchgang zu finden oder unterdurch zu fahren.

Pausenplatz Schwanhavel Lupe

Pausenplatz Schwanhavel

Sogar eine Rastmöglichkeit finde ich, wo ich mein 2. Frühstück einnehmen und mal pinkeln kann. Auch vom Ufer aus beobachte ich viele Fische. Nach einer ausgiebigen Rast fahre ich weiter, und nach 300m werde ich noch einmal sehr überrascht: Ich befinde mich in einem Kanal (Graben) von 2,5m Breite wieder. 2 Boote können sich nur sehr mühsam begegnen, und beidseitig ist steile Böschung. Natürlich kommen einige Boote von vorne.