Schlusstext

9 Tage und 180km war meine Kanu-Tour, und ich kann sagen, es war die schönste, die ich bisher gemacht habe. Schön, daß Gundula mich hingefahren und auch wieder abgeholt hat!

Die letzten Tage konnte ich leider keine Fotos mehr machen, da ein gerissener Film in meiner Kamera steckte.

Die Strecken, die ich gefahren bin, sind alle fast strömungsfrei und von daher leicht plan- und organisierbar. Die Umtragerei hält sich in Grenzen, da es viele Schleusen gibt, die dank der Motorboote in Betrieb gehalten werden. Nur für Paddler würde es sie schon lange nicht mehr geben. So nimmt man den Motorbootsverkehr mit den damit verbundenen Störungen in Kauf. Manche Verbindung wäre auch schon längst zugewachsen, gäbe es keine Motorboote. Alle Gewässer erwiesen sich als sauber; trotz der hochsommerlichen Hitze roch es nirgendwo nach Fäule.

Die bereitstehenden Wagen an den Schleusen sollte man nur dann benutzen, wenn es um den Transport von schweren Booten geht und mindestens zwei Männer zur Verfügung stehen, sonst ist es Quälerei.

Paddler, die den Osten Deutschlands nicht kennen, wundern sich über die Wassersportaufgeschlossenheit der MV-ler und Brandenburger und die sehr gute Erreichbarkeit der Zeltplätze vom Wasser aus, deren Qualität und die Sonderkonditionen für Paddler, was Zeltplatzkosten und Anmeldezeiten betrifft. (Man kann durchweg immer abends kommen und sich im Nachhinein einchecken.)

Wer kein eigens Kanu zur Verfügung hat oder es nicht hierher transportieren möchte, kann an vielen Orten verschiedene Kanus mieten, auch an fast jedem Zeltplatz, wo es besonders preisgünstig ist.(Adressen von Kanuverleihern siehe hier)

Ich hoffe sehr, daß die Natur und die Ruhe dort erhalten bleibt und daß der geplante Bombenabwurfübungsplatz nördlich von Wittstock nicht gebaut wird.

Jedem, der in der Mecklenburgischen Seenplatte paddelt oder sonstwie seinen Urlaub oder seine Freizeit verbringen will, wünsche ich schöne Erlebnisse mit der Natur, schönen Pflanzen, seltenen Tieren und netten Menschen.