Meine Kanu-Tour 2004
- Recknitz - Tessin bis Recknitzberg
- Recknitz - Bad Sülze
- Trebel - Tribsees bis Nehringen
- Trebel - Nehringen bis Demmin
- Peene - Demmin bis Aalbude
- Peene - Aalbude bis Neukalen
- Peene - Neukalen bis Dahmen
- Ruhetag in Dahmen am Malchiner See
- Landtransport von Dahmen nach Jabel
- Jabelscher,- Loppiner- und Kölpinsee
- Zeltplatz Jabel
- Zeltplatz Jabel
- Pause am Jabelschen See
- Jabel bis Plauer See
- Plau über Lübz bis Burow
- Müritz-Elde-Wasserstraße bis Parchim
- Parchim nach Garwitz
- Garwitz bis Neustadt-Glewe
- über Grabow bis Fresenbrügge
- Fresenbrügge bis Dömitz
- Dömitz bis Neudarchau
- Elbe - Neu-Darchau bis Güster
- Resümee
Müritz-Elde-Wasserstraße - Fresenbrügge bis Dömitz
Tag 24: Mittwoch, 4/08/2004
Ich erwache sehr früh und beginne um kurz nach fünf mit einer Wanderung durch den nahegelegenen Wald. Auch die alte Elde ist hier ganz nahe. Wenn sie genug Wasser führt, kann man vom Kanal in sie übersetzen und sie bis km 23,5 fahren, wo sie sich wieder auf normaler Höhe mit dem Kanal vereint. Im Moment reicht das Wasser jedoch bedauerlicherweise nicht. Ich sehe dort einen Eisvogel und höre Laubfrösche.
Meine Walderkundung dauert bis 7:45h, und ich sehe Spuren von Ricken mit ihrem Kitz, Rothirschen und Wildschweinen. Ich treffe mehrmals junge Rehe und verschiedene Spechte. Der Nebel steigt langsam aus dem Fluß, und der Mond steht noch am Himmel.
Trotzt einiger früher Autos genieße ich den Morgen sehr und treffe pünktlich zu den frischen Brötchen am Zelt ein, wo ich mir einen Carokaffe mit Kakao koche und meine Brötchen mit Nougatcreme verspeise. Dabei lasse ich mir viel Zeit. Danach dusche ich und baue das Zelt ab, das fast trocken geworden ist. Als ich losfahre, höre ich noch junge Bussarde. Es ist 9:45h und 22°C warm. Um 11:30h bin ich durch die Schleuse Güritz und komme in 12:16h in Eldena an, wo an der Schleuse gerade Mittagspause ist. Das Wehr wird dort neu gebaut, und ich unterhalte mich mit dem Bauleiter. Es stellt sich heraus, daß wir gemeinsame Bekannte haben und er in Kiel den Fernwärmetunnel unter der Kieler Förde gebaut hat.
Es folgt zunächst ein ganz stiller Eichen- und Kiefernwald. Ein Falke sitzt in einer Eiche, wird von Spechten angegriffen. Viele aufgeregte Singvögel schwirren umher. Ein von mir angepeilter Rastplatz ist leider von lärmenden Jugendlichen besetzt. Er war leider von der Straße zugänglich. Um 14:23h finde ich einen Platz, wo es still ist, aber leider auch ein wenig müllig. Ein Eichhörnchen beschimpft mich, klettert höher und springt dann zu einer Nachbarpappel, setzt sich dort in ein Nest, das nicht wie ein Vogelnest aussieht und direkt auf einer Astgabel liegt. Dort bleibt es regungslos sitzen. Meine Pause ist nur kurz.
Ich fahre bei km 13,5 an einem kleinen Resthof vorbei, an dem mir sofort ein üppiger Gemüsegarten auffällt. Ich bin schon versucht, den Anleger anzusteuern, um nach etwas frischem Gemüse zu fragen, da kläfft mich ein großer Hund an, der mich dann noch lärmend die gesamte Grundstückslänge begleitet. Die Besitzer sind offensichtlich nicht zu Hause, und der Hund macht seine Sache wirklich gut. Bei abwechslungsreichen Ufern paddle weiter. Ein Eisvogel sitz auf einem Ast und macht dann einen Fischfangversuch.
Bei km 12.5 um 15:30h treffe ich auf den niedlichen Hafen des Zeltplatzes Neu Göhren, der natürliche Ufer hat und Schatten bietet. Dort koche ich mir einen Haferbrei und esse in Ruhe, sehe mich auch noch ein wenig um. Zum Haferbrei gibt es die Johannisbeeren und die Mirabellen. Um 16:37h ist diese Pause beendet. Um 17:19h passiere ich die Schleuse Maliß, durch die ich schnell hindurch bin, da der Schleusenwärter sofort nach meiner Einfahrt schleust.
Die nächsten Schleusungen dauern ebenfalls nicht lange, und der Kanal hält mich nicht mehr lange auf. Es gibt jetzt viele Wiesen mit Kühen und entsprechend ist die Zahl der Bremsen. Ich verarbeite viele von ihnen zu Fischfutter. Motorboote sind wenige unterwegs, es ist erstaunlich still auf dem Rest dieses Flusses. Ich sehe noch einige Eisvögel, fahre durch die letzte Schleuse dieses Tages (Neu Kaliß) und erreiche dann um 20:00h Dömitz. Heute waren es ca. 27km, die ich gefahren bin.
Ich baue bei den Dömitzer Kanuten mein Zelt auf und nutze für die Körperpflege das Sanitärhaus des Hafens, der über die Stadtbrücke neben der Schleuse zu Fuß schnell zu erreichen ist. Um 20:40h steht mein Zelt und ich telefoniere mit Gundula. Dann fertige ich mir noch einen Salat an und verzehre ihn voll Wonne. Bevor ich mich um 22:00h schlafen lege, mache ich noch einen kleinen Rundgang durch die Umgebung.