Meine Kanu-Tour 2004
- Recknitz - Tessin bis Recknitzberg
- Recknitz - Bad Sülze
- Trebel - Tribsees bis Nehringen
- Trebel - Nehringen bis Demmin
- Peene - Demmin bis Aalbude
- Peene - Aalbude bis Neukalen
- Peene - Neukalen bis Dahmen
- Ruhetag in Dahmen am Malchiner See
- Landtransport von Dahmen nach Jabel
- Jabelscher,- Loppiner- und Kölpinsee
- Zeltplatz Jabel
- Zeltplatz Jabel
- Pause am Jabelschen See
- Jabel bis Plauer See
- Plau über Lübz bis Burow
- Müritz-Elde-Wasserstraße bis Parchim
- Parchim nach Garwitz
- Garwitz bis Neustadt-Glewe
- über Grabow bis Fresenbrügge
- Fresenbrügge bis Dömitz
- Dömitz bis Neudarchau
- Elbe - Neu-Darchau bis Güster
- Resümee
Jabelscher See, Loppiner See und Kölpinsee
Tag 10: Mittwoch, 21/07/2004
Ich finde mich morgens um 7:30 h wohlbehalten und trocken auf einem ansonsten ziemlich abgesoffenen Zeltplatz wieder. Die Anmeldung ist noch geschlossen, aber die freundliche Putzfrau gibt mir schon mal einen Schlüssel für's Sanitärhaus und eine Duschmarke. Nachdem ich mich erfrischt habe, koche ich mir mein Frühstück und melde mich danach an.
An diesem Zeltplatz will ich mich am Wochenende mit meiner Familie treffen, also beschließe ich, zu bleiben, mir in aller Ruhe die Gegend anzuschauen und mit dem Boot und zu Fuß das umliegende Gelände zu erkunden. Ich gehe auch ins Dorf zum Landmarkt, wo ich mich wieder mit dem Wichtigsten ausrüste. Es ist ein sehr angenehmer Laden, der nicht überteuert ist trotz der reinen Touristenlage nahe Waren/Müritz.
Ich koche mir schönes Essen und fahre mit dem Boot die umliegenden Gewässer ab. Abends wandere ich in den nächsten Wald in der Hoffnung, ein paar Tiere beobachten zu können. Ich sehe Rehe und höre Kraniche. Auf dem Heimweg finde ich mehrere Glühwürmchen, einen ganz nahe am Zeltplatz. Ich zeige ihn meinen neuen Zeltnachbarn, Jens und Nicolette, die aus Berlin mit dem Fahrrad unterwegs sind. Wir unterhalten uns noch über Naturerlebnisse, da kommt ein Igel auf das Zelt zu und schnufft herum. Einen Moment darauf hören wir ein merkwürdiges Geräusch: im Licht der Stirnlampe von Jens sehen wir einen jungen Fuchs, der 6m von uns entfernt herumschnüffelt und spielt. Er ist ganz ruhig, bleibt die nächste halbe Stunde noch in der Nähe. Als ich später ins Zelt gehe, stößt mein Fuß an etwas Weiches, etwa so groß wie ein Kaninchen, das schnell die Flucht ergreift und sicher ebenso erschrocken ist wie ich. Ich nehme an, daß es sich bei dem Tier um eine Bisamratte handelt, deren Vorliebe für Möhren ich schon kenne. Und an denen war ein Tier zugange gewesen, ich hatte sie frisch gekauft und im Vorzelt liegen lassen. Ein interessanter und auch ein wenig aufregender Abend geht zuende.
(hier eine vollständige Beschreibung der Großen Seen mit dem Kanu)