Meine Kanu-Tour 2004
- Recknitz - Tessin bis Recknitzberg
- Recknitz - Bad Sülze
- Trebel - Tribsees bis Nehringen
- Trebel - Nehringen bis Demmin
- Peene - Demmin bis Aalbude
- Peene - Aalbude bis Neukalen
- Peene - Neukalen bis Dahmen
- Ruhetag in Dahmen am Malchiner See
- Landtransport von Dahmen nach Jabel
- Jabelscher,- Loppiner- und Kölpinsee
- Zeltplatz Jabel
- Zeltplatz Jabel
- Pause am Jabelschen See
- Jabel bis Plauer See
- Plau über Lübz bis Burow
- Müritz-Elde-Wasserstraße bis Parchim
- Parchim nach Garwitz
- Garwitz bis Neustadt-Glewe
- über Grabow bis Fresenbrügge
- Fresenbrügge bis Dömitz
- Dömitz bis Neudarchau
- Elbe - Neu-Darchau bis Güster
- Resümee
Elbe - Dömitz über Hitzacker bis Neudarchau
Tag 25: Donnerstag, 5/08/2004
Um 7:17h stehe ich nach einer ruhigen Nacht auf. Güllegruch liegt in der Luft. Ich gehe duschen etc. und koche mir einen Brei. Nach dem Essen und Abwaschen bringe ich leere Flaschen zum Pennymarkt und kaufe bei Aldi neues Wasser und etwas Gemüse und Obst. Es sind schon um 8:00h 22°C und um 11:00h , als ich losfahre, 26°C. Da die Elbe, auf die ich bald treffen werde, keinerlei Schatten bieten wird, ziehe ich eine lange Hose und ein langärmeliges Hemd an, um meine Haut zu schonen.
Bis zur Schleusung dauert es noch, da der Schleusenwärter erstmal Mittagspause machen will, bevor er mich durchschleust. Er wartet wohl auch auf weitere Boote, doch kein Boot kommt. Dann, um 12:45h bin ich durchgeschleust, allein. Ich paddle die letzten 1500m der Elde bis zur Elbe. Es ist Hafen, dann reiner Kanal mit sehr hoher Böschung. Alles deutet auf regelmäßiges Hochwasser hin, auch die sehr hoch aus dem Wasser herausstehenden Dalben.
Bald fahre ich in die Elbe (km 504) ein, ein doch sehr ungewohnt breiter Fluß! Von links kommt prompt ein Schubverband, drei Schuten sind mit dem Schleppschiff verbunden. Wir fahren gemeinsam durch die große, neue Brücke der Bundesstraße 191.
Der Schubverband verursacht kaum Sog und nur sehr kleine Wellen, da er unbeladen ist und sehr langsam fährt, was wohl bei dem sommerlichen Wasserstand auch anzuraten ist. Ich will bis km 523 fahren und im Hafen von Hitzacker übernachten.
Die weitere Fahrt ist sehr abwechselungsreich, da ab und zu einige Motorboote angerast kommen, für die Paddler reines Freiwild sind. Man muß das Boot sehr gut beherrschen und hohe, kurze und energiereiche Wellen gut kompensieren können. Manche von ihnen würden einen glatt umwerfen, wenn man sie nicht kreuzen würde, indem man sich für kurze Zeit quer zu ihnen stellt. Langweilig ist es jedenfalls überhaupt nicht. Es herrscht eine kleine Strömung und etwas Wind von Süd-Ost, also genau von hinten, außer in den Kurven der Elbe. Ich sehe sehr viele Reiher, Kibitze und Flußuferläufer. Auch Rehe sind eine ganze Menge am Fluß. Ab und zu fliegt ein Storch auf. Paddler treffe ich nur sehr selten.
Als ich gegen 17:00h in Hitzacker ankomme, finde ich weder im Yacht-Hafen noch im Eingang danach einen WWR, und niemand hier weiß von einem.
Da beschließe ich, noch weiter zu fahren. Tatsächlich komme ich bis Neu Darchau, dem Zeltplatz bei km 534. Badende Kinder begrüßen mich am Ufer, und zusammen mit mir kommen 14 Ruderer in 3 Booten an. Es gibt keinen Weg zum Zeltplatz hoch, nur sehr rutschige Blaubasaltsteine lose zu einer Art "Böschung" zusammengerollt. Ich befördere alles, Boot und Ausrüstung zur Zeltwiese, nachdem ich diese zuvor besichtigte. Zum Teil kann ich den Bootswagen wieder einmal nutzen, zum Teil muß ich tragen. Ich rufe kurz bei Gundula an und baue dann mein Zelt auf. Zum Essen danach koche ich mir dann einen Kohlrabi, zu dem ich eine Dose Mais gebe, und Nudeln. Die Zeltplatzbetreiber erkläre ich für "Wasserwanderer unfreundlich".
Die Ruderer neben mir kochen auch, als ihr endlich Wasser kocht, esse ich bereits. Sie sind sehr nett und gesprächig, machen sogar ein paar Fotos von mir. Dann noch Abwaschen, Zähneputzen und ab geht's in den Schlafsack.